THE HIDDEN ART PROJECT

Leo
Eickhoff

Zeichnung

Kunst des Schweigens. Kunst des Leidens. Kunst des Sprechens. Kunst des Erbrechens. Das, was ich mach, ist eigentlich nichts anderes, als bloßes Erbrechen. Das Verstoffwechseln meiner Wahrnehmung, das Loswerden von Impression, Gedanke, Gefühl. “Hinfort damit!” denke ich dann, woraufhin oft sowas entsteht. Und wie bei Erbrochenem auch, so ist die losgewordene Kunst für mich ein Gefühl des Aufatmens, ich fühl mich ein bisschen freier, ein bisschen besser. Allerdings bedeutet mir das Entstandene selbst – gar nichts – es ist ja erbrochen, eine Ausgeburt des Höllischen, unbedeutend. Es erscheint mir daher übrigens im Allgemeinen idiotisch, Kunst “toll” zu finden. Interessant ist doch eigentlich nur eines: Die Geschichte.

Würde ich darüber nachdenken, was auf ́s Blatt soll, passiert ́s erst recht nicht. Die eigentliche Kunst ist daher also, nicht zu denken (Oh, Segen einer Gesellschaft!). Ich weiß nicht, was ich male, außer mir male ich nichts. Frage: Denken Sie darüber nach, was sie erbrechen wollen?

Künstler*
innen